Oft steht man zu Beginn eines Projekts vor der Frage: Wo sollen die Webseiten nach der Veröffentlichung liegen?
Sie müssen sicher, schnell, zuverlässig erreichbar, erweiter- und ändernbar sowie im besten Fall noch günstig sein.
Damit hat man schnelle eine Liste mit Anforderungen die sich meist gegeneinander ausschließen. Aus Erfahrung bieten sich zwei Varianten an:
- VDSL-Hosting: VDSL-Leitung zuhause und einen Server den man selbst betreibt
- Serverhosting: Anmietung/Unterbringung eines Server in einem externen Rechenzentrum
Während die zweite Möglichkeit die gängige Lösung ist, ist die erste den meisten Betreibern relativ unbekannt bzw. eher unvertraut, daher gehe ich in weiterem genau darauf ein.
Die kritischen Faktoren beim externen Serverhosting sind kurz:
- Wieviel Bandbreite steht zur Verfügung?
- Wieviel Traffic ist enthalten?
- Kann man den Server vor Ort erreichen?
- Wer ist für die Hardware verantwortlich? (Austausch und wenn ja, wann?)
- Wie ist das Rechenzentrum angebunden?
- Wie viele Server sind in der näheren Umgebung über die gleiche Leitung angebunden?
- Wie gut ist der Support erreichbar und welche Leistungen sind inklusive (z. B. Serverreboot, Hochfahren, Festplattentausch, …)
Mit der Liste an Fragen kann man eine gute Einschätzung der Webhoster treffen und kann sie gegen den eigenen Serverbetrieb vor Ort abwägen.
Die zweite, in meinen Augen flexiblere Lösung, ist eigenes Hosting mit einer Very High Speed Digital Subscriber Line (vgl. Wikipedia).
Eine VDSL-Leitung unterscheidet sich zu den üblichen ADSL-Leitungen, dass sie einen höhren Upstream bietet und somit die Daten nach außen schneller verteilen kann.
Verwendet man eine solche Leitung, dann muss man sich “zuhause” nur noch um eine unterbrechungsfreie Stromversorgung kümmern, einen Server konfigurieren und die Daten einspielen.
Die Verantwortlichkeit der Hardware, die Fragen zur Brandbreite und viele der obigen sind damit automatisch gelöst. Denn in dieser Variante kann ich den Server vor Ort so konfigurieren und nutzen, wie ich es möchte. Ich kann auch günstigen Plattenplatz einbauen, weitere Server je nach Bedarf dazu schalten, Loadbalancing konfigurieren, einen Servercluster im Hintergrund aufbauen und vieles mehr.
Das Upgrade kostet mich dann jeweils nur die neue Hardware.
Für unser neues Projekt Gratishelfen haben wir genau dies so aufgezogen um die riesige Menge an Partnerschaften und URL-Handling bewältigen zu können. Nach vielen Vergleichen sind wir auf den Branchenprimus mit seinem VDSL-Angebot gekommen. Die Services der sind hier einfach ungeschlagen.
Jeder der sich selbst eine gute Konfiguration überlegen möchte, das Betriebssystem selbst wählen will (gerade bei Open/NetBSD) und flexibler Erweiterung bzw. Inbetriebnahme lokaler Testsysteme und Co, wird sich früher oder später genau die Frage stellen.
Aus persönlicher Sicht kann ich die VDSL-Lösung nur empfehlen. Eine Liste von DSL Anbietern gibt es beim DSL-Anbietertest. Dort kannst Du entscheiden welcher einer der Bester DSL Anbieter in deiner Region ist.
Bei Fragen dazu kontaktiert mich gern.
Soviel aus dem Entwicklungslab
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Hallo.
Dies ist zunehmende Dezentralisierung.
Eigentlich ja mal der Sinn des Internets.
Bei dem Thema stößt man in den Webhostingforen auf Ablehnung. Da sind die wirtschaftlichen Interessen und Ängste der Teilnehmer die damit Geld verdienen (auch die Angestellten).
Vergleichbar ist das Bestreben von VW und Gasversorgern mit Gas betriebene “Automotoren” in den Häusern von Privatleuten als dezentrale Stromversorgung aufzubauen. Durch den “Wärmeabfall” auch mit hohem Wirkungsgrad.
Was Heimserver an (V)DSL (10Mbit) oder Kabelanschlüssen (5Mbit, evtl. einige bis 9Mbit glaube ich) angeht sollten die Provider und Zugangsgerätehersteller dies als neue Funktion anpreisen.
Weg vom Verbot (in einem Forenstrang erwähnten Besucher sie finden gar kein Verbot in AGBs) hin zur Funktion.
Bei DSL und zuvor Einwahlverbindungen war es ausdrücklich verboten mit mehr als einen Rechner zugleich in Internet zu gehen. Dann wurde es als Vorteil vor der Konkurrenz beworben, und heute ist es selbstverständlich.
Hersteller (wie AVM) sollten einen vollwertigen Webserver in ihre Zugangsgeräte (z.B. Fritzbox 7390) reinprogrammieren (falls die Internetprovider da keine gegenteiligen Anweisungen gaben).
Inkl. Administrator-Oberfläche ähnlich Plesk, CPanel usw..
Ein FTP-Server ist in der aktuellen 7390 integriert und aktiv. Sogar 512MB interner Speicher.
Und die CPU-Leistung sowie RAM sind höher als das NAS “eTrayZ” welches einen fertigen Webserver inkl. php (und wohl MySQL) beinhaltet.
Die Gegner argumentieren gerne das wäre daheim ja viel zu teuer. Aber sogar der PC als Server der 100W zieht, verursacht pro Monat evtl. €15 Stromkosten.
Das Gleiche Angebot bei z.B. PRQ.se kostet inkl. unlimmited 10Mbit Traffic (vergleichbar mit VDSL-Upload) €350 pro Monat. Auch mit 100Mbit/500GB sind es noch €160.
Für den Einsatz richtiger PCs als Heimserver für Jeden wäre ein Programmpaket gut, welches eine leicht bedienbare Oberfläche bietet.
Idealerweise werden Sicherheitslecks durch ein automatisches Update gestopft. Vergleichbar mit der Windows-Updatefunktion.
Alle Einstellungen wären über eine Programm-GUI erreichbar. Keine Einstellung wäre über das manipulieren von Dateien nötig.
Ein Assistent würde auch Laien die Einrichtung eines Webservers erlauben.
Zusätzlich gäbe es evtl. noch das Control-Panel im Browser sowie etwas in der Art wie phpMyAdmin (bzw. phpMyAdmin).
Bei vollständiger Einrichtbarkeit über eine Programm-GUI könnte man aber darauf auch verzichten.