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Das Google Panda Update

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Gleich nach dem am 12./13. August 2011 im deutschen Web durchgeführten Panda Update begannen die SEOs mit der Analyse, wobei sie sich zunächst das englischsprachige Netz vornahmen. Die Änderungen würden nach etwa 14 Tagen sichtbar werden, das wussten sie, also konnte man sich an dem orientieren, was kurz zuvor in den USA, GB, Kanada, Australien und weiteren Teilen der englischsprachigen Welt schon passiert und für Deutschland/Österreich/Schweiz zu erwarten war. Die ersten Analysen folgten zwischen dem 20. bis 30. September.

Aufstieg und Absturz

Die Suchmaschine reagierte nach dem Update tatsächlich auf einige Signale sehr viel empfindlicher. Das Fazit vorweg: Bloße Werbung wird nun eher abgestraft, hochwertiger Content noch mehr belohnt. Das bedeutet: Reine Affiliate-Seiten können stark zurückfallen, einige Nachrichtenseiten haben dagegen gewonnen. Diese Darstellung ist allerdings stark simplifiziert, denn es haben auch Werbeseiten gewonnen wie die deutschsprachige idealo.de. Warum ist das so? Nach dem Panda Update wird unter anderem die Verweildauer eines Nutzers auf einer Seite gemessen, ein sehr cleverer Schachzug. Wer also Werbung macht, die Menschen wirklich etwas bringt, diese dadurch zum Verweilen und Stöbern einlädt, hat gewonnen. Werbung für Anti Virus Software, wie Kaspersky, auf einem Blog zu Netzwerksicherheit oder eine Anzeige für Immobilien im Tessin auf dem Portal eines schweizer Maklers sind für die Besucher ja vielleicht sogar hilfreich. Wer hingegen seine Seite zumüllt, mit der tausendsten Wiederholung der gleichen Werbung und auch des gleichen sinnlosen Contents, der von irgendwo umgeschrieben wurde, verliert drastisch. Und das ist auch gut so. Auf einen Punkt gebracht lässt sich alles im Mantra subsumieren, das Google schon seit prähistorischen Urzeiten des Netzes betet: Baut die Seiten für die Nutzer, nicht für das, was Ihr für gutes SEO haltet (unter anderem ätzendes Keyword-Stuffing). Dann werdet Ihr gewinnen.

Die neuen 5 Todsünden

Nach Panda sind ganze Projekte im Orkus des Netzes verschwunden, nicht nur einzelne Unterseiten. Google hat, wie immer, mit mathematischen Methoden die menschlichen Such-Verhaltensweisen nachgeahmt, das Ergebnis wird als Algorithmus bezeichnet, dessen wahre Geheimnisse niemals jemand erfährt. Die SEO-Szene sucht allerdings nach nichts sehnlicher als nach Erklärungen. Inzwischen ist sie sich über 5 neue Todsünden relativ einig:

  1. Wenig Inhalt mit viel drum herum. Damit ist nun nicht der textuelle Content gemeint, sondern Seiten, die so eine schlechte Usability aufweisen, dass es schwerfällt, auf ihnen zu navigieren. Es gibt Seiten, sogar von Webdesignern, auf denen man sich einfach nicht zurechtfindet. Kollegen, weniger ist mehr! Der Geek (oder Nerd), im Highspeed im Netz unterwegs, misst heute seine Zeit nicht mehr nach Sekunden. Er misst sie nach einem Klick. Ist die Information dann nicht da, ist er verschwunden.
  2. Leere Seiten für die interne Verlinkung: Man ging stets davon aus, wichtige Inhalte intern zu verlinken – aber bitteschön nicht auf leere Seiten. Das betrachtet Google nach Panda als abzustrafenden SEO-Trick.
  3. Ähnliche Inhalte: Darauf hat die SEO-Welt gewartet. Wann ist Google so weit, eine semantische Prüfung durchzuführen? Offenbar im Jahr 2011. Umgeschriebene Texte werden anscheinend erkannt, selbst wenn sie sich an die Spielregeln von CopyScape halten (nicht mehr als drei aufeinanderfolgende Worte kopieren). Es verwundert übrigens nicht, denn schon längst wird ja bei der Suche auch die Nähe bestimmter Keywords zueinander gewertet. Nun also auch die semantische Dichte. Das bedeutet: Reines Umschreiben von Inhalten ist nicht mehr. Selber denken und unter die Leute bringen, wie schräg und quer auch immer, wird künftig Punkte bringen. “Artikel-Portale” wurden besonders abgestraft. Hier veröffentlichen Autoren zu stets demselben Thema wiederkehrenden Content, mit Keywords gespickt. Das nutzt dem Leser nichts, das straft Panda daher ab.
  4. Zu viel Werbung: Ist das Verhältnis von Werbung zu Inhalt zu groß, wird die Seite abgestraft. Das muss nun wirklich niemand mehr kommentieren. Danke, lieber Panda-Bär.
  5. Affiliate Links, automatisch generierte Inhalte: Zahllose Seiten werden automatisch erstellt, um die Affiliate-Links einzublenden. Der Mehrwert für die Nutzer tendiert gegen null, selbst die Informationen zu Produkten, um die es geht, werden verdrängt. Die Folge nach Panda: Abstrafung.

Fazit: SEOs und Affiliates werden sich umstellen müssen. Einige Nachrichtenportale können hingegen weitermachen wie bisher. Und last, not least: Werbung ist durchaus nicht verboten. Aber sie muss ein bisschen Spaß machen.

Update auf WordPress 3.0

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Soeben habe ich eine menge Blogs auf das neue WordPress 3.0 mit dem Releasenamen “Thelonious” in der de_DE-Version portiert.

Bei den meisten Blogs hat das Upgrade problemlos funktioniert, nur bei einem leider nicht.
Der Blog zeigt an sich nur statische Seiten an, weswegen ich mein Template so umgebogen habe, dass es keine weiteren Funktionen gibt und lediglich eine Theme-Datei geladen werden muss.

Um möglichst viele Rechenoperationen zu sparen hatte ich im Design für die Anzeige des Contents lediglich geschrieben:

Das führte dazu, dass nach dem Update der gesamte Content nicht angezeigt wurde.

Das Problem lässt sich einfach lösen, wenn man den Inhalt mit folgendem Code anzeigt:

Rechnet zwar ein paar Millisekunden länger aber das sollte keine Probleme machen.

Daher noch ein paar Empfehlungen für eine schnelle Auslieferung:

  • Fasst so viele Dateien zusammen, wie möglich. Dies sowohl bei den CSS- als auch JS-Files aber auch unbedingt die internen PHP-Aufrufe minimieren.
  • Installiert das WP-Cache-Plugin um möglichst viele Seiten statisch auszuliefern
  • Komprimiert euren Code
  • Optimiert eure Datenbank und euren Webserver auf minimale Timeouts, sodass diese lediglich so lange laufen wie nötig, aber so kurz wie möglicht.

    Hat jemand noch mehr Tips dazu?

    Beste Grüße!
    Peter

  • SEO-Input der letzten Tage

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    Um den Blog hier wieder mit mehr Leben zu füllen, gibt es die besten SEO Artikel und Beiträge aus den letzten Tagen und Wochen, die ich mir zum intensiveren Lesen notiert hatte:

  • Site Review Part 3 in der BING Community
  • Google MayDay Update und mehr hier: Google Makes One Change Per Day To Search Algorithm
  • How Do Americans Access Government Data? Search Engines. Ist bei uns in .de auch nicht anders.
  • Etwas schwärzer: content spinning eine nicht zu empfehlende Technik, aber netter Write-Up
  • Another 10 Ways Search Engines May Rerank Search Results wie Suchmaschinen die Ergebnisse bewerten und bewerten könnten. Dazu aber mehr in der nächsten Zeit.
    Das sind nun genug Geschichten zur Optimierung und in der nächsten Zeit gibt es noch mehr.

    Update:
    Ganz vergessen hatte ich diesen Post mit diesem Video:

    Quintessenz draus: für wichtige Seiten Google Sites dazu nicht verwenden, scheinbar ranken die nicht (Anmerkung meinerseits: für Linkvalue und Linkbuilding schon :D ) und nutzt anderen Content, wie das Android App Ding, aber schreibt den so um, dass der Nutzen für den User auf jeden Fall vorhanden ist. Changelog zur Contentmaximierung nach unten und so weiter… ;)

    Stay tuned!