Seit einiger Zeit ist ja Wolfram|Alpha als neuer Google Killer im Gespräch.
Verwunderlich ist es da nicht, dass Google zum Gegenangriff startet.
Gerade folgende Youtube – “15 second search tips” – Videos zeigen das deutlich:
Aktien
Bei Google: dow jones
Bei Wolfram: dow jones
Währungen
Bei Google: 2500 euros in dollars
Bei Wolfram: 2500 euros in dollars
Fragen beantworten
Bei Google: Michael Jackson first performed in *
Bei Wolfram: Michael Jackson
Postleitzahlen / ZIP
Bei Google: Chicago, Illinois
Bei Wolfram: Chicago, Illinois
Taschenrechner
Bei Google: Wurzel von 1521
Bei Wolfram: Wurzel von 1521
Abschließend kann man dazu nur sagen, dass Google zwar noch vorne ist, da Wolfram|Alpha noch keine Seiten indiziert und somit als einziges keine Fragen beantworten kann.
Im Rest steht Wolfram|Alpha Google nichts nach und kann als Kompetitor auftreten.
Erstaunlich ist, dass Google die 15 second search tips erst vor drei Wochen gestartet hat. Hat dort wohl jemand Google Squard als Versuch an, eine ähnliche Datenanalyse wie Wolfram zu fahren.
Schauen wir mal, wann etwas sinnvolles dabei rauskommt.
Wie seht ihr das?

Google hat in seiner Geschichte schon öfter bewiesen, dass sie hochqualitative Produkte sehr schnell an den Markt bringen können.
Dass sie sich hier ein wenig “input” von Wolfram Alpha geholt haben ist m.E. in Ordnung.
Umgekehrt hat sich sicher auch W.A. einige Anregungen von Google besorgt.
Beeindruckend immer wieder, wie schnell Google auch Mitbewerber reagiert. Sofern Bing tatsächlich Marktanteile erobern sollte, wird Google sicher auch ziemlich flott die neuen Bing features implementieren.
Was ich am Ende sehe ist der User: Er bekommt mit Google eine umfangreiche, schnelle und hochwertige Suchmaschine. (Datensammelei mal außen vor gelassen)
Dass Konkurrenten wie W.A. in den Markt drängen spornt Google wunderbar an, und muss sie auch anspornen. Was passiert, wenn ein Suchmaschinenbetreiber den Strom der Zeit ignoriert, haben wir in der Vergangenheit z.B. an Altavista oder Yahoo! gesehen.
Und dass es nicht so einfach ist, Fähigkeiten anderer Anbieter brauchbar in die eigene Suchmaschine zu implementieren hat Microsoft trotz hohem Mitteleinsatz ebenfalls in der Vergangenheit immer wieder gezeigt…
In diesem Sinne, schön, dass es W.A. gibt, schön, dass es Bing gibt, aber das schönste ist doch, dass wir einen derart kreativen und schnell arbeitenden quasi-Monopolisten haben.
JK