Die Möglichkeiten Nutzerdaten zu gewinnen, sind sehr vielfältig. Das reicht von einfachen Datenerhebungen wie beispielsweise wie viele Besucher eine Webseite hat, bis zu tiefergehenden Informationen, zum Beispiel woher diese kamen, was sie sich genauer angeschaut haben und weiteres. Viele Webmaster und Seitenbetreiber nutzen diese Daten auch, um zu sehen, woher Ihre Besucher kommen. Der wichtigste Aspekt wird dabei aber oft außer Acht gelassen, nämlich dass die Seiten- und Traffic-Analyse auch ein gutes Tool ist, die Seitenoptimierung in die richtige Richtung zu bewegen. Denn viele Seitenbetreiber erstellen ihre Webseite nach Ihren Vorstellungen, aber lassen die Bedürfnisse der User selbst weitgehend unberührt.
Warum überhaupt eine Datenanalyse?
Das ist vor allem auch eine europäische oder sogar sehr deutsche Angelegenheit, denn mit Webseitenanalyse wird automatisch Datenerhebung verbunden. Viele Menschen gerade im deutschsprachigen Raum sprechen daher sehr schnell von Datenschutz oder ausgehebeltem Datenschutz. In den englischsprachigen Internetmärkten ist man hier schon einen wesentlichen Schritt weiter und gesammelte Daten werden dazu genutzt, die Webseiten voll und ganz nach den Bedürfnissen ihrer Nutzer, also der potenziellen Konsumenten und Kunden, aufzubauen. Diese Sicht der Dinge hält nur sehr langsam Einzug im deutschen Internet, obwohl damit Werbekampagnen und auch Marketing Strategien wesentlich konsumentenfreundlicher aufgebaut werden könnten, da die Seitenbesucher wirklich das zu sehen bekommen, was sie tatsächlich sehen wollen. Beispielsweise will man sich über Internetanbieter Vergleiche informieren, dann muss man sich online umsehen. Gerade für die Betreiber ist es wichtig die Daten der Besucher auszuwerten, denn bei einem Internetprovider Vergleich online einzusehen und dem Kunden den besten Provider anzubieten.
Wo liegt der Wert dieser Daten?
Der erste Schritt in diese Richtung war nach dem Zählen der Seitenbesucher eine vielschichtigere Analyse wie beispielsweise woher die Seitenbesucher kommen, welche Seiten sie auf einer Internetpräsenz betrachten und so weiter. Mittlerweile kommt so wenigstens langsam das Verständnis dafür, auch die Suchbegriffe der Seitenbesucher auszuwerten, welche sie von den Suchmaschinen aus auf eine Webseite geführt hat. Dabei haben gerade diese Daten einen viel höheren Wert als jede Auswertung, die ein Keyword-Tool erreichen kann. Denn es spiegelt das Suchverhalten der User eins zu eins wider. In den USA und auch ganz allgemein im englischsprachigen Internet hat man diese Erkenntnis schon längst gewonnen. Dort hat der Weg zur sogenannten Customer Journey geführt. Auch Google hat mit Google Analytics die Zeichen der Zeit erkannt und bietet diese Customer Journey seit geraumer Zeit neben den bisherigen Datenauswertungen mit an.
Die Zukunft: Auswertungen in Form der “Customer Journey”
Dabei stellt die Customer Journey sehr wichtige Fragen: Wie viele Seiten zu Jacken hat ein Konsument besucht, bis er letztendlich eine Carhartt Jacke im eigenen Shop erworben hat? Wieso kauft er schlussendlich diese Jacke ausgerechnet in besagtem Streetwear Shop und nicht wo anders, obwohl er das Produkt oder den Service womöglich schon lange zuvor gekannt hatte und bei anderen Shops schon ausgiebig betrachtete. Ebenfalls eine große Rolle bei dieser Art der Auswertung spielen die Social Medias. Diese gewinnen immer mehr an Wichtigkeit und werden auch bei den Internetnutzern immer beliebter. Also geht es auch darum, wie groß die Bedeutung der einzelnen Customer Journey Plattformen in diesem Zusammenhang eigentlich ist. Das alles zusammen führt dann auch zu einem völlig neuen, bisher noch wenig beachteten Seitenaufbau. Das Ziel ist es, Seiten so aufzubauen, dass der Kunde bereits dort konsumiert.
Die Zielsetzung der Customer Journey
Dass er also diese Seite nicht nur als Information nutzt, um dann aber bei der Konkurrenz und womöglich auch noch viel später zu kaufen. Also muss eine Webseite so aufgebaut werden, dass sie den Bedürfnissen des Seitenbesuchers entspricht. Es geht also schon lange nicht mehr darum, das Design und die Inhalte so zu gestalten, wie es der Seitenbetreiber vielleicht am schönsten findet. Das Ziel der Customer Journey Auswertung ist eine Internetpräsenz, welche diese User-Reise durch das Internet definitiv beendet, weil der Kunde auf dieser Seite konsumieren soll – unabhängig davon, ob er gerade erst über ein Produkt erfahren hat oder ob er schon besser darüber informiert ist. Leider ist aber diese Art der Datenauswertung gerade in Deutschland mit dem bitteren Beigeschmack “Datenschutz” behaftet. Viele erkennen darin ein Ausspionieren oder Datenschutzrechtler sehen darin ein Aushebeln des Datenschutzes.
Analysen bestimmen die Wettbewerbsfähigkeit
Nur muss sich eben die Frage gestellt werden, was wichtiger ist und ob der Datenschutz überhaupt ausgehebelt wird. Denn die Erhebung solcher Daten ist auch in anderen, ganz klassischen Geschäftsbereichen über eine normale Werbeagentur zum Beispiel ganz normales Handeln. Und deutsche Seitenbetreiber haben die Wahl, denn hier steht eindeutig die Globalisierung über den deutschen Interessen: wenn es ihnen hierzulande zu schwer gemacht wird, werden deutsche Webmaster und Seitenbetreiber in der Folge nicht dauerhaft wettbewerbsfähig bleiben können, denn wie bereits eingangs erwähnt, ist die Erhebung dieser Daten in anderen Ländern inzwischen ein wichtiger Teil von erfolgreichem Internet Marketing.