Einen offiziellen Termin gibt es von Apple noch nicht, dennoch mehren sich in der Presse die Berichte darüber, dass das neue iPad 3 offenbar kurz vor dem Marktstart steht. Gerüchte über Features wie ein biegsames Display machen die Runde und Analysten werten die Aktie der Hard- und Softwareschmiede aus Cupertino auf, weil sie bis 2014 von einer marktbeherrschenden Stellung von Apple ausgehen. Lange ist es nicht her, dass Apple die zweite Auflage seines Tablet-Computers gelauncht hat und schon mehren sich die Gerüchte seriöser Quellen im Internet, dass die dritte Generation des iPad bereits in den Startlöchern stehe.
Eine der Neuerungen, so wird spekuliert, soll ein flexibles Display sein. Das sogenannte Gorillaglas, das weltweit derzeit drei Händler liefern, soll von Apple im kommenden Jahr vorgestellt werden. Experten schließen daraus auf eine baldige Markteinführung des iPads. Weiter heißt es, Apple habe seine Bestellungen bei den Zulieferern von Bauteilen für das iPad 2 gekürzt, so das vermutet wird, ein Modellwechsel stehe kurz bevor.
In die Spekulationen mischen sich auch branchenfremde Stimmen: Analysten gehen davon aus, dass zwischen der zweiten und dritten Auflage des beliebten Tablet-Computers so viele Änderungen in der Hard- und Softwareausstattung geplant sind, dass man bereits von einer Revolution spricht. Es wird davon ausgegangen, dass das iPad 3 mit einem besseren CPU, einer extrem hohen Displayauflösung von 2.048 x 1.536 Bildpunkten und einem vergleichsweise dicken Design daherkommt. Diese Revolution wird wohl ihren Preis haben. Diese Features und eine längere Haltbarkeit der Akku Powerleiste wird sich Apple vermutlich mit einem höheren Preis auch bezahlen lassen. In Bezug auf die Ausstattung wird ebenfalls spekuliert, Apple könnte im iPad 3 einen A6-CPU, gefertigt im 28-Nanometer-Prozess, hinzufügen. Möglich wäre ein Chip mit vier Kernen und einem deutlichen Plus an Grafikleistung. Es ist ebenso gut möglich, dass Apple den Arbeitsspeicher von 512 Mbyte auf 1 GByte verdoppeln wird und dem iPad somit deutlich mehr Leistung verpasst.
Die Marktforscher von Trendforce, die Apple zu ihren Kunden zählt, geht davon aus, dass das neue iPad 3 kein Ersatz für das iPad 2 darstellt, sondern viel eher eine Ergänzung. Attraktiv soll die gute Ausstattung vor allem für Kunden sein, die einen höheren Preis zu zahlen gewillt sind. Die zweite iPad Generation wird parallel zum iPad 3 verkauft werden, so dass es zu einer Diversifizierung der Apple-Produktlinie kommt. Ähnlich wie bei den stylischen Handys, Mp3-Playern und Macs der Firma auch.
Freuen wird diese Entwicklung neben den Fans der Marke vor allem deren Aktionäre. Die Marktforscher von Gardner haben jüngst für den Bereich der Tablet-PCs ein enormes Wachstumspotenzial ausgemacht. Bis ins Jahr 2014 könnte sich Apple seine Vormachtstellung in diesem Marktbereich sichern, bis 2015 wird von weltweit 326,3 Mio. verkauften Tablet-PCs ausgegangen. Das bedeutet einen Zuwachs von 261,4 Prozent im Vergleich zu den 17,6 Millionen verkauften Geräten 2010. Apple gilt hier als Treiber der Nachfrage nach den neuen Tablet-PCs, wenngleich die Konkurrenz aus Asien mit eigenen Geräten stärker wird. Nach den Schätzungen wird Apple noch in diesem Jahr einen Marktanteil von 73,4 Prozent erlangen. Zwar bedeutet das ein Minus von 9.6 Prozent im Vergleich zu 2010, aber bis 2014 gehen die Experten von Gardners von einer deutlichen Vormachtstellung von Apple auf dem Markt aus und rechnen mit Marktanteilen von deutlich über 50 Prozent. Größter Konkurrent werden wie auf dem Handymarkt auch vermutlich Geräte mit dem Android Betriebssystem werden. Weit abgeschlagen liegt im Vergleich dazu Microsoft mit Windows, das sich wohl keine wichtigen Anteile am Markt wird sichern können. Googles Android, so die Prognose von Gardners, wird 2015 in 116 Mio. der verkauften Kleinstrechner verbaut sein, während gut 150 Mio. Verbraucher zu Geräten mit Apples iOs greifen werden.
