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LAN-Party im Bundestag

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Bisher ist spielen auf dem Computer doch eher bei Jugendlichen verbreitet. Jetzt ziehen Computerspiele auch in den Bundestag ein. Die Idee hinter der ersten LAN-Party ist, den Abgeordneten zu zeigen, womit sich die heutige Jugend am Bildschirm beschäftigt. Genauer gesagt will Jimmy Schulz von der FDP, der seine politischen Kollegen zu dem Termin im Reichstagsgebäude eingeladen hat, “eine sachliche, vorurteilsfreie Debatte über ein Thema, das Kinder und Jugendliche in ihrer heutigen Lebenswelt betrifft” führen. Zusammen mit Dorothee Bär von der CSU und Manuel Höferlin von der FDP hat er die Parlamentarier eingeladen, sich selbst ein Bild zu machen.

Schließlich waren die sogenannten „Killerspiele“ oder Altersfreigaben für Computerspiele schon oft Thema im Bundestag. Aber wahrscheinlich wissen nur die wenigsten der Abgeordneten wirklich worüber sie sprechen und das soll mit der LAN-Party geändert werden. Bisher beschäftigen sich nur wenige Eltern oder Politiker mit den Spielen, die von Kindern und Jugendlichen in manchen Fällen täglich gespielt werden. Auch für Eltern gibt es mehrere Projekte, die ihnen die Spiele und vor allem die Faszination, die diese auf die jungen Spieler auslösen, näher bringen soll. Selbstverständlich sollten Eltern ihre Kinder weiterhin zu sportlichen Aktivitäten ermuntern, als Kontrastprogramm beispielsweise Sportreisen in Surfcamps ermöglichen.

Hoffen wir, dass sich auch die Politiker überzeugen können, dass Computerspiele und insbesondere die Ego-Shooter-Spiele mehr vom Spieler fordern, als nur das Beseitigen von virtuellen Gegnern. Es werden durchaus auch wichtige soziale Kompetenzen wie Teamwork oder Konzentration geschult.

Bei der Bundestags-LAN-Party können die Abgeordneten mehr als 30 verschiedene Computerspiele testen – und zwar aus allen Bereichen. Daher befinden sich auch zwei Shooter-Spiele darunter. Denn genau die Spiele wegzulassen, über die hauptsächlich debattiert wird, wäre unglaubwürdig, sagen die Organisatoren. Welche Politiker an der LAN-Party teilnehmen werden ist noch nicht klar. Zu hoffen bleibt, dass das Ausprobieren die Politiker etwas mehr für die Computerspiele begeistern kann. Gegebenenfalls fließen ja die neuen Erfahrungen in die zukünftigen Debatten mit ein.

Bei vielen Eltern zeigen die LAN-Partys übrigens schon große Wirkung. Die Meinungen gehen von “Ach, die Spiele sind ja gar nicht so schlimm” bis “Jetzt verstehe ich warum gerade die Shooter so viel Spaß machen, denn eigentlich hat das ja viel mit Teamarbeit – ähnlich wie in einer Mannschaftssportart – zu tun.”

Dass Computerspiele allerdings nie einen Sportverein, die “Offline-Freunde” oder gar die Erziehung ersetzen können, das ist wohl allen Beteiligten klar und das sehen auch die drei jungen Abgeordneten nicht anders. Wichtig so sagen sie, ist, die erwachsenen Entscheider soweit zu bringen, die Kinder in die Richtung zu erziehen, dass sie die Computerspiele nur in einem zeitlich begrenzten Rahmen nutzen und lernen, diesen auch selbst einzuhalten. Ähnlich ist es auch mit der verantwortungsbewussten Nutzung von Handys. Hier fehlt Kindern oft das richtige Maß, so dass gerade Handys mit Vertrag schnell zur Kostenfalle werden können. Für die erste LAN-Party im Bundestag hat sich übrigens auch schon jemand angemeldet, der wahrscheinlich den Spielverderber geben wird: Die Suchtbeauftragte der Bundesregierung Mechthild Dyckmans von der FDP. Sie will die Einladung nutzen um über die Gefahren der Online-Spielsucht aufzuklären. Ob sie selber mitspielen wird, ist nicht klar. Dabei wäre es vielleicht nicht schlecht, wenn auch sie mal die Welt der Computerspiele kennen lernen würde.

Der Mikroprozessor oder das Computerhirn

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Mikroprozessoren kommen mittlerweile in fast jedem elektronischen Gerät vor. Ob günstige Handys oder KVM Switch, Mikroprozessoren sind allgegenwärtig. Wird in der heutigen Zeit von einem Mikroprozessor gesprochen, kommt dabei sofort der Gedanke an Computer in den Sinn. Heutzutage werden die Mikroprozessoren jedoch in vielerlei elektronischen Geräten in den Aufgabenbereichen Rechnung und Steuerung eingesetzt. Ein Mikroprozessor enthält auf einem hochintegrierten Halbleiterbaustein einen Prozessor, der für die Abarbeitung der Befehle zuständig ist. Die Hauptaufgaben des Prozessors werden zum einen von einem Rechenwerk und zum anderen von einem Leitwerk erledigt. Die Kombination des Mikroprozessors mit anderen Werken bildet die Grundlage eines Mikrocomputers. Die Organisation eines Mikrocomputers wird von vier Hauptwerken bestimmt: dem Hauptspeicher für Programme und Daten, dem Steuerwerk, welches das Programm interpretiert, dem Rechenwerk, das die arithmetischen und logischen Operationen ausführt, und dem Ein-/Ausgabewerk, das für die Kommunikation mit der Außenwelt zuständig ist.

Rechenwerk

Das Rechenwerk (englisch execution unit) besteht aus mindestens einer arithmetischen und einer logischen Einheit (ALU, englisch arithmetic logic unit), die für die Abarbeitung der Rechenoperationen zuständig sind. Diese Rechenoperationen sind Maschinenbefehle, die von speziellen Programmen (Compiler, Linker) bei der Programmerstellung durch Softwareentwickler erstellt werden. Der Prozessor versteht nur diese einfachen Befehle. Zu den Operationen, die das Rechenwerk ausführt, gehören neben den arithmetischen Operationen (Additionen, Subtraktionen, Multiplikationen etc.) auch logische Funktionen (Konjunktionen, Disjunktionen, Negationen etc.). Des Weiteren werden auch Verschiebe- und Vergleichsoperationen abgearbeitet. Um die verschiedenen Operanden und Ergebnisse aufnehmen zu können, umfasst das Rechenwerk verschiedene Speicherzellen in Form von speziellen Registern.

Steuerwerk

Das Steuer- oder Leitwerk (englisch control unit) steuert die verschiedenen Komponenten eines Mikrocomputers und ist insbesondere für die Interpretation und die sequenzielle (nacheinander) Abarbeitung der Maschinenbefehle zuständig. Die Aufgabe des Leitwerkes wird im Wesentlichen durch drei Register charakterisiert. Da ist zunächst der Befehlszähler (englisch program counter), der die Adresse des nächsten abzuarbeitenden Maschinenbefehls enthält. Das zweite Register ist das Befehlsregister (englisch instruction register), das den gerade auszuführenden Befehl enthält. Als letztes Register ist das Statusregister zu nennen, das Rückmeldungen von allen Teilwerken des Mikroprozessors entgegennehmen kann und somit Einfluss auf die Abarbeitung der Maschinenbefehle nimmt. Bei Fehlern (z. B. Division durch null) wird die normale Abarbeitung, d. h. das laufende Programm, unterbrochen und stattdessen in ein Ausnahmebehandlungsprogramm (englisch interrupt routine) gesprungen. Dafür ist das Unterbrechungswerk (englisch interrupt control unit) verantwortlich. In Abhängigkeit von Bedingungswünschen (z. B. ein Fehler) wird ein entsprechendes Signal im Statusregister gesetzt, welches dann mit dem Prozessortakt synchronisiert wird und zur Unterbrechung des Programms führt.

Maschinenbefehlszyklus

Die Verarbeitung eines Maschinenbefehls wird durch den Maschinenbefehlszyklus geregelt. Dieser beschreibt die folgenden sechs Arbeitsphasen: Befehlsholphase (holt den nächsten Maschinenbefehl ins Befehlsregister des Leitwerkes), Decodierungsphase (interpretiert den Befehl), Operandenholphase (stellt Operanden für den Befehl zur Verfügung), Ausführungsphase (führt die Operation aus), Rückschreibphase (schreibt die Ergebnisse in den Speicher zurück) und die Adressierungsphase (schaltet den Befehlszähler entsprechend der Abarbeitungsreihenfolge auf den nächsten Befehl).

Weitere Hauptwerke

Im Hauptspeicher werden das Programm und die dazugehörigen Daten abgelegt. Eine Aufgabe des Leitwerks ist es, die Adressierung des Hauptspeichers zu unterstützen. Die Hauptarbeit wird allerdings von dem Speicheransteuerungswerk (MMU, englisch memory management unit) erledigt. Der Hauptspeicher ist in viele Teile unterteilt (Segmente). Damit auf Daten und Befehle schneller zugegriffen werden kann, stellt das Speicheransteuerungswerk Tabellen zur Verfügung, die bei der Adressumsetzung der Segmentadressierung helfen. Um die Abarbeitung der Befehle weiter zu beschleunigen, existieren noch Spezialspeicher und Caches (Zwischenspeicher), die logisch zwischen Hauptspeicher und Prozessor liegen. In ihnen werden Befehle zwischengespeichert, die als nächstes abgearbeitet werden sollen.

Die Ein-/Ausgabewerke (englisch control units) steuern die Kommunikation zwischen Speichern und Peripheriegeräten (z. B. Tastatur, Maus, Monitor und Drucker).