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Das Lokalisieren einer mehrsprachigen Website

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Es ist eine eklatant offensichtliche Binsenwahrheit, dass das Internet ein globales Phänomen ist. Heutzutage ist es für jedermann relativ einfach, Blogs, Geschäfts- oder private Websites in die Reichweite jedes Menschen überall auf der Welt zu bringen – natürlich nur, sofern diese über eine Internetverbindung verfügen. Theoretisch kann jeder, ob er nun in Boston oder Peking lebt, auf Ihre kleine oder größere Nische im Cyberspace zugreifen. Tatsächlich erfordert der Prozess der Adaption einer bestehenden Website jedoch etwas mehr Voraussicht und Vorbereitung, damit diese für eine Zielgruppe in einem anderen Land oder einer anderen Kultur zugänglich und brauchbar ist und außerdem ansprechend wirkt.

Übersetzung

Englisch mag zwar die Muttersprache des Internets sein, nichtsdestotrotz spricht die Mehrheit der Weltbevölkerung aber überhaupt kein Englisch. Die Zahl derjenigen, die Englisch als erste Fremdsprache sprechen, übersteigt inzwischen die der englischen Muttersprachler.
Untersuchungen belegen zudem auch, dass Internetbenutzer solchen Websites mehr Vertrauen schenken, die in ihrer Muttersprache verfasst sind, ganz besonders dann, wenn von ihnen erwartet wird, dass sie online Geld ausgeben. Selbst wenn eine Zielgruppe Ihre Inhalte verstehen kann, bringt eine Version in ihrer jeweiligen Muttersprache doch noch positivere Ergebnisse.

Je nach den Ressourcen, die Ihnen zur Verfügung stehen, können Sie lokalisierte Websites erstellen, die von Muttersprachlern aus jedem Zielmarkt übersetzt wurden. Sollte Ihr Budget dafür jedoch nicht ausreichen, können Sie auch zwischen verschiedenen Optionen der maschinellen
Übersetzung wählen. Der simpelste Weg zur Übersetzung Ihrer Inhalte ist das Hinzufügen eines Widgets für Übersetzungstools, wie beispielsweise Google Translate, Babelfish oder Microsofts Windows Live Translator, auf Ihrer Website.

Die Installation des Widgets erlaubt den Besuchern Ihrer Website, durch einfaches Anklicken Ihre Inhalte in die gewünschte Sprache zu übersetzen. Alternativ steht es Ihnen frei, eine Inline-Übersetzung zur Unterstützung einer intuitiven, automatischen Übersetzung Ihrer Inhalte zu nutzen. JavaScript-Frameworks, wie zum Beispiel jquery.com, bieten Einführungen in den Gebrauch von Ajax (Asynchronous JavaScript and XML) zum Schreiben von Inline-Üersetzungscodes.

Länderspezifische Lokalisierung

Manche Sprachen erstrecken sich über mehrere Länder oder geographische Regionen. Dennoch sollte man bedenken, dass Sprachgebrauch und kulturelle Gepflogenheiten zwischen den Regionen variieren können. Das in Frankreich gesprochene Französisch unterscheidet sich von dem Französisch, das in Kanada, Belgien oder der Schweiz gesprochen wird, und das in den USA gesprochene Englisch weist etliche Unterschiede im Vokabular auf, wenn es mit dem im Vereinigten Königreich, in Indien oder Australien gesprochenen Englisch verglichen wird.
Konzentriert man sich auf eine Sprache, statt auf ein Land, spart dies nicht nur Zeit, sondern es reduziert außerdem den Kostenaufwand. Es gibt eine gewisse Anzahl von Überschneidungen, besonders dann, wenn Sie auf spezielle Kulturbezüge verzichten. Es ist jedoch einfacher, Ihre Inhalte einnehmend zu gestalten und peinliche Fehler zu vermeiden, wenn Sie jede Website für jedes Ihrer Zielländer lokalisieren, anstatt die Sprache zu übersetzen.

Domains und Geolocation

Mittels Geolocation lässt sich anhand der Registrierung der IP-Adresse ermitteln, in welchem Land sich der Besucher einer Website befindet, und er wird automatisch zur passenden lokalisierten Website geführt. Unternehmen, die IP-Adressen kollationieren, gewähren gegen die Entrichtung
einer Gebühr Zugriff auf ihre Datenbanken. Ein Nachteil der Geolocation liegt darin, dass IP-Adressen häufig an anderen physischen Standorten gehostet werden. Viele unter ihnen werden beispielsweise in China gehostet, was bedeutet, dass ein Besucher aus Norwegen mit einer chinesischen IP-Adresse möglicherweise direkt auf der für China lokalisierten Website landet, statt auf der norwegischen.

In separate, länderspezifische Top-Level-Domains (TLDs) (wie etwa: .no für Norwegen) zu investieren und dafür zu sorgen, dass Ihre lokalisierten Websites auf Servern gehostet werden, die sich im Zielland befinden, trägt zur Suchmaschinenoptimierung (SEO) bei und lässt Sie in den Suchmaschinen-Rankings der örtlichen Versionen aller wichtigen Suchmaschinen (wie zum Beispiel Google.no) rasch aufsteigen, da die Suchalgorithmen lokalen Inhalten in lokalen Suchanfragen den Vorzug geben. Darüber hinaus besteht für Suchmaschinenrankings im Bereich des nicht englischsprachigen Internets ein weit geringerer Wettbewerb, einfach deshalb, weil es insgesamt in anderen Sprachen als Englisch weit weniger Websites gibt.

Dies ist die optimalste Lösung, aber auch Subdomains und Subfolder können eingesetzt werden. Eine Subdomain (wie: www.no.example.com) wird unter Umständen noch immer zu Notierungszwecken in einigen Verzeichnissen als Homepage berücksichtigt und in den Suchergebnissen von Google als separate Einheit aufgeführt. Der Gebrauch eines Subfolders (example.com/no) erleichtert möglicherweise das Ändern oder Bearbeiten des Codes, da sich der Code gewöhnlich im gleichen Speicherplatz befindet.

Formatieren und Scripting Tools

Der Gebrauch von CSS verleiht Ihrer Website eine systemimmanente Flexibilität, da so ermöglicht wird, die Inhalte vom Design getrennt zu halten und unabhängig vom Design ändern zu können. Sowohl die Richtung, in die ein Text fließt, als auch die Anordnung vertikaler Navigationsleisten lässt sich leicht für Sprachen wie Arabisch, die von rechts nach links gelesen werden, auswechseln, indem den erforderlichen Bereichen das Attribut dir=”rtl” hinzugefügt wird.

Zuetzt ist die Kodierung für Unicode-Zeichen UTF-8 die ideale Wahl, wenn es um die Zeichenkodierung für mehrsprachiges Website-Design geht, da sie sämtliche Zeichen in mehr als 90 Schriften umfasst und von allen größeren Browsern unterstützt wird.

Über den Autor: Christian Arno ist der Gründer von Lingo24, einem Übersetzungsunternehmen, das
sich auf Website-Lokalisierung spezialisiert.

SEO – eine stetige Entwicklung

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Um Informationen jederzeit korrekt und vor allem hilfreich aus der Informationsmasse Internet zu fischen, verwenden Google und Co. komplizierte Algorithmen, die Webseiten hinsichtlich ihres Informationsgehalts für die jeweilige Suche bewerten. Da das Internet und mit Ihm natürlich auch die Webseiten einer stetigen Veränderung unterliegen, kann der Algorithmus nicht gleichbleibend sein, sondern wird ebenso ständig angepasst, erweitert oder gekürzt. Für die Betreiber von Webseiten bedeutet dies, dass diese ebenfalls regelmäßig an die geänderten Kriterien angepasst werden müssen. Nur so ist eine gute Platzierung in den Ergebnislisten der verschiedenen Suchmaschinen zu erreichen. Diese “Anpassung” nennt man Suchmaschinenoptimierung.

In den Anfängen von SEO (Search Engine Optimization) war eine gute Optimierung für die Suchmaschinen nicht wirklich schwer. Links von anderen Webseiten auf die eigene führten zu großen Positionssprüngen in den Suchergebnissen. Der Algorithmus selbst war noch recht einfach gestrickt und so konnten beispielsweise große Linknetzwerke aufgebaut werden, die hervorragende Platzierungen gleich für mehrere Websites ermöglichten. Dann jedoch änderte sich der Algorithmus, Links mussten plötzlich natürlich erzeugt sein und durften keinesfalls in einem groß angelegten Linktausch oder gar durch Linkkauf erworben werden. In Folge dieser Anpassung brachen für zahlreiche Webseiten die Platzierungsergebnisse in den Suchmaschinen ein. Neue Wege mussten gefunden werden.

Black Hat SEO
Natürlich wird bis heute auf die sogenannte Black Hat SEO (böse Linkgenerierung) zurückgegriffen. Hinsichtlich Platzierungsverbesserung wirken diese Maßnahmen sogar noch. Denn: Black Hat SEO muss erkannt werden, bevor bspw. Google sie bestraft. Dies kann bis heute nur in begrenztem Maße durch den jeweiligen Suchmaschinenalgorithmus gewährleistet werden. Solche Möglichkeiten der Linkgenerierung sind mittlerweile aber nur noch ein Teil von Suchmaschinenoptimierung – wenn überhaupt.

White Hat SEO
Deutlich sicherer sind Maßnahmen der White Hat SEO. Diese Maßnahmen erfüllen die Erfordernisse einer gut und “ehrlich” optimierten Webseite. White Hat SEO wird jedoch nur in einem Maße vorgenommen, das mitunter nur langfristig hervorragende Platzierungen ermöglicht. Der Vorteil liegt dabei allerdings in der Langfristigkeit der erreichten Platzierungen. Diese wurden nicht durch bewusste Manipulation erreicht, die Google evtl. auffallen. Eine Abstrafung und der damit verbundene Platzierungsverlust sind somit nahezu ausgeschlossen. Eine gute und transparente Agentur für Suchmaschinenoptimierung verzichtet i.d.R. auf Black Hat SEO.

Keyword-Kombinationen
Dennoch sollte sich niemand auf Platzierungen ausruhen. Von den Wettbewerbern einmal abgesehen, werden auch die Bewertungskriterien ständig überdacht und angepasst. Dadurch kann innerhalb weniger Monate eine Verschiebung hinsichtlich der Relevanz der einzelnen Kriterien entstehen, die auch Verluste in den Platzierungsergebnissen mit sich zieht. Ein sehr gutes Beispiel aus jüngster Zeit ist die Anpassung der Algorithmen auf mehrteilige Suchanfragen. Längst ist bekannt, dass eine Suche über Google und Co. längst nicht mehr nur mit einem einzigen Begriff, sondern mit einer Reihe von Spezifikationen durchgeführt werden kann. Dies ist durch verschiedene Studien als verbreitetes Suchverhalten belegt und fand daher in diesem Jahr auch den Einzug in die Bewertungskriterien der Algorithmen. Dadurch bringt es nur noch bedingt etwas, eine Seite auf einzelne Begriffe zu optimieren. Deutlich sinnvoller ist es dagegen, relevante Kombinationen zu identifizieren und die Seiten daraufhin anzupassen. Da dies jedoch zu eben jenem Zeitpunkt bei vielen Seiten nur bedingt der Fall war, gab es ebenfalls bei einigen deutliche Einbrüche in den Platzierungen, die erst nachträglich und durch langwierige SEO wieder aufgearbeitet werden konnten.

So gesehen ist es also deutlich sinnvoller die Entwicklung in Sachen SEO durchgehend im Blick zu behalten, um bereits bei ersten Ankündigungen Vorbereitungen treffen zu können. So gibt es keine unangenehme Überraschung, wenn Platzierungen plötzlich verloren gehen.


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